Am Samstag, 17. April will „Querdenken“ wieder in Stuttgart auflaufen, in Reutlingen plant das „Elternnetzwerk“ eine Kundgebung und in Villingen-Schwenningen ist eine „Querdenken“-Aktion angekündigt! Das antifaschistische Aktionsbündnis organisiert direkten Protest in Stuttgart, in Reutlingen organisiert ein breites Bündnis, das Bündnis „Gemeinsam & Solidarisch gegen Rechts“ eine Kundgebung mit anschließendem Protest und in Villingen-Schwenningen hat das Offene Antifa Treffen bereits angekündigt gegen „Querdenken“ aktiv zu werden! Schließt euch den Gegenprotesten an. Im Folgenden findet ihr die jewailigen Ankündigung. Checkt für aktuelle Infos unser Instagram und die der offenen antifaschistischen Treffen!


Stuttgart
Am 17. April wollen sich wieder Querdenker unter dem Label „Es reicht uns“ in Stuttgart versammeln. Auf dieses Sammelsurium an Rechten und Verschwörungstheoretikern haben wir nach wie vor keine Lust und rufen wieder zu Protest auf. Auch das Bündnis Stuttgart gegen Rechts mobilisiert für den Tag, auch weil noch nicht klar ist, ob das Verbot der rechten Versammlung durch die Stadt bestehen bleibt.

Kommt am Samstag um 13 Uhr zum Marienplatz und haltet euch über unsere Kanäle auf dem Laufenden; weitere Infos folgen in den nächsten Tagen!

Den Aufruf des Stuttgart gegen Rechts findet ihr hier: https://stuttgart-gegen-rechts.de/2021/04/11/querdenken-und-langts/


Villingen Schwenningen
*Aktuell gehen Gerüchte rum das die hießigen Corona-Leugner „Freie Meinung SBH“ für nächsten Samstag eine Aktion in Villingen planen. Sie sprechen davon „ganz Villingen voll zu bekommen“.

Was an diesen Gerüchten dran ist und wie die Stadt reagiert sehen wir in den nächsten Tagen. Klar ist aber, sollten die Coronaleugner mit ihrem faschistischen Anhang tatsächlich nach Villingen mobilisieren wird es Gegenproteste geben! Also haltet euch den kommenden Samstag schon mal frei, und informiert euch beim OAT VS auf Facebook und Instagram.

Gemeinsam gegen Coronaleugner, Faschisten und rechte Krisenlösungen!


Reutlingen
Das Bündnis „Gemeinsam & Solidarisch gegen Rechts Reutlingen und Tübingen“ ruft zur Kundgebung am 17. April um 16:30 Uhr an der Marienkirche in Reutlingen auf, um unter dem Motto „Gegen rechte Krisenlösungen – für eine gerechte Krisenfinanzierung“ zu demonstrieren.

Ein Jahr nach Beginn der Pandemie können wir feststellen, dass die Arbeitnehmer*innen in dieser Krise die Hauptlast tragen, während die Reichen und Großfirmen profitieren und hohe Gewinne erzielen.

Während Menschen in die Arbeitslosigkeit abstürzen, von Kurzarbeiter*innengeld leben müssen und schlussendlich eine ordentliche Impfstrategie die einzige wirkliche Pandemiebekämpfung darstellt, kommen in Reutlingen die Impfgegner*innen zusammen. Unter dem Banner „Eltern stehen auf“ versammelt sich in Reutlingen jeden Samstag die größte Impfgegnerdemo der Region. Teilnehmer*innen dieser Demos interagieren öffentlich mit Gruppierungen, in denen rechtes bis faschistisches Gedankengut vorherrscht. Diese Gruppierungen sind auf diesen Demos nicht nur geduldeter, sondern akzeptierter und oft tonangebender Teil der vermeintlich bürgerlich geprägten Lichterspaziergänge. Die inhaltliche Nähe zu reaktionärem Gedankengut rechter und faschistischer Gruppen wird unter dem Vorwand der Grundrechteverteidigung verschleiert.

Tatsächlich haben die Menschen Angst um ihre finanzielle Zukunft, müssen mit Kurzarbeiter*innengeld Ihre Familie durch die Krise bringen oder schauen als Auszubildende einer ungewissen Zukunft entgegen. Das sind die Probleme, auf die wir den Fokus legen wollen. Das wahre Problem dieser Gesellschaft ist die ungleiche Verteilung von Gütern und Reichtum; die ungleiche Verteilung von Möglichkeiten, sich vor Corona zu schützen, ins Home Office zu gehen oder dicht an dicht weiterhin am Arbeitsplatz einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt zu sein.

Darauf möchten wir aufmerksam machen und rufen daher für den 17. April zu einer gemeinsamen Kundgebung vor der Marienkirche in Reutlingen auf.

Kommt vorbei!

Für eine klassenkämpferischen Antifaschismus und gegen rechte Krisenlösungen!

+++In der Story findet ihr Aufrufe zu 1. Mai-Demos in der ganzen BRD+++

Wir rufen dazu, sich auch als Antifas an den 1. Mai – Demonstrationen am Kampftag der ArbeiterInnenklasse zu beteiligen! Antifa, das heißt zwar in erster Linie einen konsequenten Abwehrkampf gegen FaschistInnen zu organisieren, das bedeutet Schutz für bedrohte Minderheiten zu leisten und das heißt überall dort praktisch aktiv zu werden, wo rechte Hetze verbreitet wird. Antifa bedeutet aber auch zu verstehen, dass die Wurzeln eben dieser rechten Hetze im ausbeuterischen Kapitalismus liegen. Nur zu oft dient sie den Rechten als menschenfeindliches Erklärungsmuster für Ungerechtigkeiten, die ihren Ursprung eigentlich im krisenhaften und ausbeuterischen Kapitalismus haben. Unser antifaschistischer Kampf kann nur dann erfolgreich sein, wenn wir diesen Zusammenhang auch praktisch auf der Straße herstellen!

Vor allem im Krisenjahr 2021, in dem verhandelt werden soll, wer die Lasten der kapitalistischen Corona Krise tragen wird und rechte, spalterische „Antworten“ auf gesellschaftliche Probleme durch die „Querdenken“-Bewegung massiv an Zulauf gewinnen wird, müssen wir in unsere antifaschistische Arbeit immer auch eine ordentliche Portion Systemkritik einbringen. Denn klar: am Ende wird es im Kapitalismus immer um Profit anstatt um das Wohl und die Gesundheit von Menschen gehen. Und dagegen regt sich zu Recht Widerstand! Die vermeintlichen „Lösungen“ von „Querdenken“ und Co haben aber alles andere als unsere Gesundheit und unser Wohl im Sinn. Im Gegenteil: es werden unsolidarische, einfache Antworten auf komplexe Probleme formuliert, während man Hand in Hand mit Nazis auf den Gesundheitsschutz spuckt. Lasst uns das benennen, und uns nicht nur, aber vor allem auch am 1. Mai klar mit den betrieblichen Kämpfen gegen die Angriffe der Arbeitgeber solidarisieren.

Beteiligt euch an den 1. Mai – Demos in eurer Stadt und organisiert einen Antifaschismus mit klarem Klassenstandpunkt!

Tags:

Comments are closed