Das antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart (aabs) ruft für den Samstag, 3. April dazu auf, die geplante rechte „Querdenken-Demonstration“ in Stuttgart zu stoppen. Schnappt euch ein Fahrrad und schließt euch dem dynamischen Protest an!

Gegen die rechten Krisenlösungen von AfD, Querdenken und Co!


Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des aabs:

Am Samstag, den 3. April will „Querdenken711“ in Stuttgart eine Großdemonstration abhalten. Die Schwurbler leugnen nicht nur das Corona-Virus oder seine Gefährlichkeit, sondern haben zu großen Teilen ein geschlossen rechtes und antisemitisches Weltbild.

Prominente Vertreter solcher Verschwörungsmythen sind beispielsweise der Nazikoch Attila Hildmann, der sich in kürzester Zeit vom „Corona-Skeptiker“ zum strammen Nazi mit Vernichtungsphantasien entwickelte. Dabei ist er nicht etwa ein besonders skurriler Ausreißer, sondern spiegelt genau das wieder, was seit April 2020 zu beobachten war:

Eher privilegierte Leute – viele davon (Klein-)Unternehmer – marschieren Seite an Seite mit offenen Nazis und inszenieren sich als den letzten Widerstand gegen „die Eliten“.

Ihnen ging es dabei nie um eine durchaus angebrachte Kritik an den Verhältnissen, in denen Wenige auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung Milliarden scheffeln und diese dann zum Dank auch noch entlassen. Nie ging es ihnen darum zu sagen, dass das deutsche Gesundheitssystem und die Beschäftigten durch jahrzehntelange Privatisierung und Profitstreben an seine Grenzen gebracht wurde, was sich nun in der Pandemie rächt. Ebenfalls nie ging es den wirren Querdenkern darum zu skandalisieren, wie unmenschlich hier beispielsweise mit geflüchteten Menschen umgegangen wird. Nie hat es die „Corona-Rebellen“ interessiert, dass die Polizei immer weiter aufgerüstet wird, die Überwachung steigt und immer gewaltvoller gegen marginalisierte Menschengruppen oder fortschrittliche Proteste vorgegangen wird.

Nein, Querdenken ging es seit Beginn nicht darum für die Mehrheit der Menschen etwas zu verbessern, sondern die eigenen Privilegien zu erhalten – koste es was es wolle.
Dabei handeln sie ganz konkret gegen uns alle: Sie verweigern sich auch sinnvollen pandemiebeschränkenden Maßnahmen, wie das Tragen von Masken und veranstalten regelmäßig riesige Superspreader-Events.

In letzter Zeit ist eine erneute Radikalisierung zu beobachten: Mit ihren Nazifreunden sind sie vor zwei Wochen in Kassel in großen Mobs durch die Straßen gezogen und haben teilweise Menschen angegriffen.

Wir lassen nicht zu, dass Stuttgart zum zweiten Kassel wird. Deshalb rufen wir alle vernünftig denkenden Menschen auf, sich am Samstag an den Protesten gegen die Schwurbler zu beteiligen! Da wir die Pandemie ernst nehmen, werden wir auf eine große, stationäre Versammlung verzichten und stattdessen mobil bleiben: Mit Fahrrädern werden wir die Demo von Querdenken begleiten, stören und so gut es geht behindern!

Schnapp also auch du dir ein paar FreundInnen, pack Protestmaterial ein, schwing dich auf den Sattel & komm am Samstag um 11:30 Uhr zum Karlsplatz!

Von dort aus werden wir losziehen und zeigen, was Stuttgart von rechter Hetze und falschen Krisenlösungen hält!

P.S.: Wenn du kein Fahrrad hast – kein Problem. Natürlich wird es auch zu Fuß Möglichkeiten geben zu protestieren!

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