Am Sonntag, 14.03. wurde in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz gewählt! Vor den Wahlen fanden in verschiedenen Städten nochmal antifaschistische Aktionen gegen die AfD statt. Im Folgenden findet ihr Nachberichte zu Gegenprotesten und Aktionen in Mannheim, Reutlingen, Stuttgart, Ludwigsburg und Neustadt an der Weinstraße.


Ein Bericht der Antifaschistischen Aktion [Aufbau) Mannheim
Keine Stimme den Rechten! Transpi-Aktionen in Mannheim

Ein Video zur Aktion findet ihr hier:

Am Sonntag den 14.03. steht die Landtagswahl in Baden-Württemberg an. Besonders im Mannheimer Norden wird es spannend, da es hier bei den letzten Landtagswahlen einen AfD-Direktkandidaten gab, das gilt es für 2021 natürlich zu verhindern. Warum es so wichtig ist, gegen den Wahlkampf der AfD aktiv zu werden & warum die AfD keine Lösungen bietet, haben wir in unserem Text „Keine Lösungen. Keine Alternative“ bereits ausführlicher dargelegt. Den Abend von Freitag auf Samstag vor der Wahl haben Antifas aus Mannheim genutzt, um das nochmal plakativ im Mannheimer Norden deutlich zu machen.
Die vergangenen Wochen im Südwesten Deutschlands waren im Rahmen der Kampagne „Antifascist Actions! Gegen rechte Krisenlösungen“ von vielfältigem Widerstand gegen den rechten Wahlkampf geprägt. Auch die Mannheimer Antifa-Bewegung hat sich der Kampagne angeschlossen & war auf verschiedenen Ebenen aktiv: Es wurde das Stadtbild mit antifaschistischen Plakaten, Stickern und Transparenten verschönert, Infomaterialien gegen die AfD verteilt, direkter Protest im Umland organisiert und fleißig AfD-Propaganda zerstört. Natürlich musste sowohl die AfD als auch wir unseren Wahlkampf an die besonderen Gegebenheiten in der Corona-Pandemie anpassen, so kam es z.B. dass die AfD in Mannheim so gut wie keine Präsenz im öffentlichen Raum gezeigt hat.
Dementsprechend mussten auch wir unseren Fokus verlagern, dass die AfD Mannheim auf Social Media über den Verlust von 80 % Ihrer Wahlwerbung klagt hat jedoch gezeigt, dass die Mühen sich gelohnt haben, auch wenn die Zahl natürlich schwer prüfbar ist und die AfD auch gerne übertreibt.

Nun wurden von Freitag auf Samstag vor der Wahl noch schwer entfernbare „Hoch“-Transpis im Mannheimer Norden angebracht. Mit dem Slogan „Keine Stimme den Rechten“ wurde nochmal eine eindrückliche Botschaft hinterlassen – die es am Wahlsonntag auch umzusetzen gilt!


Ein Bericht des aabs Stuttgart
AfA-Action Wahlkampffinale

Am gestrigen Samstag, der Tag vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg, haben wir der AfD ihren Wahlkampfabschluss vermiest. Trotz schlechtem Wetter und einer Innenstadt voller Cops haben wir unseren Protest lautstark auf die Straße getragen. Auf dem Kronprinzplatz hatten die knapp 30 rechten Hetzer keinerlei Öffentlichkeit, sondern wurden von antifaschistischen Parolen beschallt. Für uns bedeutet der Wahlsonntag kein Abschluss.Wir werden auch weiterhin antifaschistisch aktiv sein und gegen rechte Hetze auf die Straße gehen. 365 Tage im Jahr antifaschistisch kämpfe


Ein Bericht des Offenen Antifaschistischen Treffen Villingen Schwenningen
Wahlkampfabschluss auf der Straße!

Zum Abschluss unserer Kampagne gegen den Wahlkampf der AfD waren wir nochmal auf der Straße. Die für den Samstag eigentlich angedachte Kundgebung vom Offenen Antifaschistischen VS wurde aufgrund der durchwachsenen Wetteraussichten abgesagt. Der Anspruch, die Rechten wo auch immer sie auftauchen, so weit wie möglich ein zu schränken blieb natürlich bestehen.Am Samstag ließ sich die AfD weder in Villingen, noch in Schwenningen blicken und auch in Rottweil waren sie nicht gesehen. Der AfD Kandidat Martin Rothweiler und seine Gehilfen hatten ihren Wahlkampf wohl schon mit einem Infostand Mitte letzter Woche vormittags in Villingen beendet. Offensichtlich wollten die Rechten weiteren antifaschistischen Protesten ausweichen. Am gestrigen Samstag waren dann alle möglichen Parteien bemüht nochmal Wählerstimmen zu ergattern, von der AfD jedoch erfreulicherweise keine Spur.Also machten wir uns auf den Weg die Wahlkampfphase selbstbestimmt zu einem Abschluss zu bringen. Ausgestattet mit Transpis, Megaphon und Rede statteten wir dem Wahlkreisbüro des AfDler Emil Sänze in der Hauptstraße 26-28 in Rottweil einen Besuch ab. Da das Büro nur durch das Briefkastenschildchen im Hinterhof als Büro der Rechtsaußen Partei zu erkennen ist informierten wir PassantInnen und MarktbesucherInnen, und anschließend die AnwohnerInnen auf der Rückseite des Gebäudes über das Treiben der AfD. Symbolisch wurde dabei auch der Briefkasten des AfD Kreisverbandes Rottweil/ Tuttlingen markiert. Zum Abschluss wurden noch einige Transpis in der Stadt aufgehängt.

Wir stehen für Solidarität statt Rechter Krisenlösungen. 365 Tage im Jahr antifaschistisch Kämpfen.


Ein Bericht des Offenen Antifaschistischen Treffen Landau
Gegen den Wahlkampfabschluss der AfD in Neustadt an der Weinstraße

Heute sind wir nach Neustadt/Weinstraße gefahren um gegen den Wahlkampfabschluss der AfD in Form einer Kundgebung auf die Straße zu gehen. Das Lokale Bündnis gegen rechts Neustadt hatte zu diesem Zweck zu einer Kundgebung aufgerufen an der sich rund 70 Teilnehmer*innen aus u. a. Gewerkschaften, Parteien und weiteren Initiativen beteiligten. Ein direkter Protest gegen die AfD-Kundgebung wurde durch einen ungünstig gelegenen Kundgebungsort sowie einem großen Polizeiaufgebot verunmöglicht. Wir nutzten daher die Gelegenheit unsere extra zur Landtagswahl angefertigten Flyer unter die Kundgebungsteilnehmer*innen und Passant*innen zu bringen und konnten dabei einige gute Gespräche führen. Auf Seiten der AfD konnten – neben dem offensichtlich kompletten Partei-Fuhrpark in RLP – unter den rund 60 Teilnehmenden diverse Nazis erblickt werden, die zum Teil aus dem Kameradschaftsspektrum stammen. Diese Entwicklung konnte bereits letzte Woche in Haßloch, aber auch in anderen Städten beobachtet werden und zeigt deutlich, dass sich die Krawattenfaschisten der AfD mittlerweile kaum noch Mühe geben, sich zur militanten Naziszene abzugrenzen.
Diese Verstrickungen sollten uns nicht überraschen, dafür aber umso mehr motivieren weiter konsequent gegen die AfD und ihre Freunde vorzugehen, nicht nur im Wahlkampf sondern 365 Tage im Jahr!


Wir dokumentieren an dieser Stelle den Beitrag mit Fotos von “Ludwigsburger Antifas”, gefunden auf Indymedia.

„Zum Wahlkampfabschluss haben wir heute einen Infostand der AfD in Ludwigsburg gestört. Während der Aktion konnten wir den Stand teilweise direkt blockieren, den ganzen Zeitraum an die 1000 Flugblätter verteilen und viele Gespräche mit Ludwigsburger:innen führen.

Wir stellten uns den etwa 20 AfD‘lern, die sich direkt vor dem Zugang des Ludwigsburger Marktplatzes aufgebaut hatten, entgegen. Überrascht waren die Rechen von unserer Aktion wohl nicht: sie hatten einige zwielichtige Gestalten dabei, die Offensichtlich den Hetz-Stand schützen sollten. Die Möchtegern-SA‘ler spielten sich immer wieder auf, gingen Antifas an und mackerten rum. Wie so oft bei diesem Klientel scheuten sie ernsthafte Auseinandersetzung allerdings. Klassischer Fall von: Große Klappe und nichts dahinter!

Nachdem der Stand für einen gewisse Zeit direkt abgeschirmt wurde, mussten wir im späteren Verlauf der Aktion aufgrund der Bullen-Präsenz auf einen Platz neben der AfD ausweichen. Trotzdem konnten wir weiterhin nahezu jeder Person, die von der AfD mit Flugblättern belästigt wurde, unser Infomaterial mit auf den Weg geben. Auch einige Wandzeitung und Plakate, die über das arbeiter:innenfeindliche Programm der AfD aufklärten, fanden ihren Weg ins Ludwigsburger Stadtbild.

Während unserer Aktion hielten wir immer wieder Durchsagen, welche den wahren Charakter der AfD belichteten und sie als Partei der Bonzen und Manager enttarnte. Die AfDler fühlten sich sichtlich provoziert, die normale Bevölkerung hingegen spendete überwiegend Beifall. Als eine Demonstration des Frauenverbandes Courage an uns vorbeilief, erschallten laute Parolen gegen die AfD über den Marktplatz. Auch wenn wir sicherlich einige politische Differenzen mit Courage haben, war dieser Moment ein Zeichen der antifaschistischen Solidarität gegen den gemeinsamen Feind.

Alles in allem war die Aktion gegen die AfD ein Erfolg: Trotz Unterzahl und der schnell angerückten Polizei konnten wir sowohl direkten Protest gegen die AfD äußern, als auch über die falschen rechten Krisenlösungen aufklären. Die AfDler reagierten sehr unsouverän auf die Störaktion, machten merkwürdige Geräusche, stolperten über ihre eigenen Füße und beschäftigten sich lange exklusiv mit uns, statt ihren ideologischen Müll in Form von Flugblättern zu verteilen. Dieses Verhalten stieß die Ludwigsburger:innen zurecht ab. Besonders peinlich für die selbsternannte „Alternative“ war, dass zwei Bundestagabgeordnete, Martin Hess und Marc Jongen, sich bei der peinlichen Aktion blicken ließen. Die Saubermänner, die sich sonst so bürgerlich und gesetzestreu geben, hatten auch keinerlei Berührungsängste, dem Nazi-Schutztrupp die Hand zu reichen.

Im Anschluss sind wir gemeinsam zu den Protesten gegen die AfD in Stuttgart gefahren, um uns dort den Protesten der Stuttgarter Genoss:innen anzuschließen.

Dieser Wahlkampf war nur der Anfang. Im Herbst stehen die Bundestagswahlen an. Deshalb gilt weiterhin:
Antifascist Actions gegen rechte Krisenlösungen!
Rechte Politik sabotieren!


Ein Bericht des OTFR Tübingen
[Reutlingen] Infostand der AfD am Tag vor der Wahl gestört

Antifascist action am Tag vor der Landtagswahl!

Am Tag vor der Landtagswahl haben wir der AfD noch einmal ihren Wahlkampf in Reutlingen versaut. Wie bereits in den vergangenen Wochen auch, hatte die AfD auch heute auf dem Marktplatz in Reutlingen ihren Wahlkampfstand aufgebaut.

Rund 15 SympathisantInnen der AfD, nicht alle davon aus Reutlingen, standen auch diese Woche wieder neben den Cops vor dem Stand und versuchten mit wenig Erfolg ihre chauvinistische, rassistische und sexistische Propaganda an die Menschen auf dem Marktplatz zu verteilen.

Mit c.a. 25 Antifaschist*innen näherten wir uns dem Infostand von zwei Seiten und schirmten diesen eine Zeit lang ab. Auch heute hatte die Stadt Reutlingen wieder etliche Cops für den Infostand der AfD abgestellt, die es erst nach einiger Zeit schafften diesen wieder ein wenig zugänglich zu machen. Danach wurde der Stand noch einige Zeit mit unserem Protest konfrontiert und Flyer an Passant*innen verteilt. Ein letztes Mal vor der kommenden Wahl haben wir es der AfD genommen, ungestört ihre rechte Hetzte zu verbreiten. Auf das Gleiche kann sich die AfD im Bundestagswahlkampf und den Rest des Jahres und darüber hinaus einstellen! Wir lassen die AfD hier – unabhängig von Wahlen keinen Fuß fassen und nehmen es selbst in die Hand ihr zu zeigen, dass es für sie in Reutlingen oder sonstwo keinen Platz gibt!

Unsere Wahl: 365 Tage im Jahr antifaschistisch kämpfen!

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